ACR+ geht in die nächste Runde


2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium die Initiative ACR+ ins Leben gerufen. Ziel des Programms war die Stärkung des Netzwerks – durch gemeinsame Kooperationsprojekte, gebündelte Ressourcen und Ausbau des Dienstleistungsangebots der ACR-Mitgliedsinstitute. In den vergangen Jahren erarbeitete das Netzwerk erfolgreich ein gemeinsames Kennzahlensystem und eine FEI-Strategie und optimierte ihr Governancesystem. Auch am professionellen Auftritt nach außen wurde kontinuierlich gefeilt.

 

Um diese Entwicklungen voranzutreiben und weitere Maßnahmen bestmöglich zu planen erarbeitete die ACR nun erstmalig einen 4-Jahresvertrag mit dem Fördergeber. Kernstück der Zielvereinbarung ist die Stärkung der ACR im NIS und daraus resultierend eine Steigerung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten von Unternehmen insbesondere KMU.

 

In den kommenden Jahren soll sich der Forschungsverband (derzeit 17 Mitgliedsinstitute in 6 Bundesländern) so zum stärksten FTI-Dienstleistungsnetzwerk im Bereich der wirtschaftsnahen Forschung für KMU sowie zum Marktführer im Bereich des Know-how- und Technologietransfers entwickeln. Neben dem KMU-Fokus und zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen in den ACR-Instituten wird 2012 auch ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der gemeinsamen FEI-Strategie gelegt.

 

Zusätzlich hat das ACR-Netzwerk zwei komplett neue Schienen initiiert. Zum einen erhalten ACR-Institute künftig Unterstützung für gemeinnützige, nicht bezahlte Leistungen, die sie für die Wirtschaft erbringen – wie z.b. Coachings und Beratung, Expertentätigkeiten, Konsumenteninformation und –beratung, Bereitstellung von Informationen sowie Publikationen und Veranstaltungen. Die gemeinnützigen Leistungen der ACR-Institute belaufen sich jährlich auf knapp 3,5 Mio. EUR. Zum anderen wird 2012 ein Pilot für gemeinsame Forschungs-Infrastruktur gestartet. Größere Anschaffungen sollen – gemäß FTI-Strategie des Bundes  – fortan im Netzwerk koordiniert werden, um Kosten zu reduzieren, Kooperationen zu fördern und Geräte-Nutzungsgrade zu erhöhen. Von der Bereitstellung der State-of-the Art Infrastruktur profitiert auch die Hauptzielgruppe der ACR-Institute, Österreichs Klein- und Mittelbetriebe. Ist das Modell erfolgreich, kann es in einem nächsten Schritt auch auf andere außeruniversitäre oder universitäre Einrichtungen ausgedehnt werden.