
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will Innovationen forcieren und KMU stärker einbeziehen. Das ACR-Netzwerk als „ausgelagerte“ Entwicklungsabteilung für KMU begrüßt diese Bestrebungen, KMU qualitativ und quantitativ noch stärker bei ihren Innovationsbestrebungen zu unterstützen.
Der Anfang Februar veröffentlichte Innovationsanzeiger der Europäischen Union bestätigt, dass Österreich im ersten Drittel der innovativsten Länder Europas liegt, zeigt jedoch für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner auch Handlungsbedarf auf: "Die internationale Konkurrenz verschärft sich gerade im Innovationssektor, daher dürfen wir hier nicht auf der Stelle treten, sondern müssen weitere Anstrengungen setzen. Umso wichtiger ist es, dass wir beim jetzt notwendigen Sparpaket die Zukunftsbereiche Forschung und Entwicklung ausnehmen. Hier sind weiterhin effiziente Investitionen notwendig, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern", betont Mitterlehner in einer Aussendung.
"Unser Ziel, langfristig Innovation Leader werden zu wollen, ist weiterhin aufrecht", so Mitterlehner weiter. Um den Aufstieg vom derzeit achten Platz im Ranking in die Gruppe der innovativsten Länder der EU zu schaffen, setze insbesondere die FTI-Strategie der Bundesregierung die richtigen Schwerpunkte. "Mit der stärkeren quantitativen und qualitativen Einbeziehung der kleinen und mittleren Unternehmen sind wir auf dem richtigen Weg. Daher wollen wir die Zahl jener Betriebe, die systematisch F&E betreiben, durch gezielte Anreize weiter erhöhen", so Mitterlehner.
Zusätzlich zu den bestehenden Förderprogrammen wurde deshalb der Innovationsscheck im Vorjahr auf 10.000 Euro erweitert. "Weiter erhöhen wollen wir heuer auch die Versorgung mit Risikokapital, das vor allem junge innovative Unternehmen bei ihrem Wachstumskurs unterstützen soll", so Mitterlehner. Weitere Impulse setzt die 2011 auf zehn Prozent erhöhte Forschungsprämie.
Das ACR-Netzwerk als „ausgelagerte“ Entwicklungsabteilung für KMU unterstützt die Bestrebungen des BMWFJ, KMU qualitativ und quantitativ stärker bei den Innovationsbestrebungen einzubeziehen. Über 70% der vom Netzwerk erbrachten Leistungen kommen kleinen und mittleren Unternehmen zugute.
Gerade bei den KMU liegt das größte Potential an zusätzlichen FTI-Ansätzen, betont Johann Jäger, Geschäftsführer der ACR. „Aus unseren Erfahrungen mit Kollektiver Forschung ist uns bewusst, dass nur durch diese Art der Forschung viele KMU – ganze Branchen, Verbände oder Cluster – zum Nutznießer von Entwicklungen werden und dass nur damit die Überleitung von Forschungsergebnissen in den Markt verbessert werden kann. Die Kollektive Forschung steckt in Österreich noch in den Kinderschuhen und gehört viel stärker zu den KMU transportiert. Dabei ist einerseits die Politik gefordert aber andererseits auch die Wirtschaftskammer mit ihrer Fachverbands- und Innungsstruktur“, so Jäger.
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