Wie jedes Jahr um diese Zeit erscheint im Juni der Geschäftsbericht der ACR. Neben Kennzahlen, Leistungsbilanz und Jahresrückblick finden sich darin auch Stellungnahmen rund um die Themen Angewandte F&E, Forschungsförderung sowie Best-Practice Beispiele aus der Wirtschaft. Am gemeinsamen Ziel – der Intensivierung angewandter F&E mit KMU und der Transfer neuester Technologien zu den Betrieben – wurde auch 2011 intensiv gearbeitet: Kooperationen zwischen den Instituten wurden stärker ausgebaut, zwei neue Mitglieder wurden aufgenommen. Somit ist die ACR in sechs Bundesländern vertreten.
Starkes Netzwerk für Österreichs KMU
Mit ihren rund 600 MitarbeiterInnen ist die ACR nach AIT die zweitgrößte F&E-Einrichtung der kooperativen Forschung. 2011 erwirtschafteten die 17 ACR-Mitglieder in Summe 52,9 Mio. EUR, davon 88 % – das entspricht 47 Mio. EUR – an Einnahmen bzw. Erlösen aus direkter Leistungserbringung an Unternehmen (2010: 51,2 Mio. EUR). Diese Bilanz spricht für die Leistungsfähigkeit der ACR-Mitglieder. Als einziger außeruniversitärer Forschungsverband in Österreich erbringt die ACR über zwei Drittel ihrer Dienstleistungen für KMU: 2011 zählten 8.116 der 10.526 Kunden des Netzwerks zu den kleineren und mittleren Unternehmen Österreichs. Von 25.660 Aufträgen wurden 19.763 Aufträge mit KMU realisiert.
Expansion
2011 war für die ACR auch ein Jahr der Expansion. Die beiden neuen ordentlichen Mitglieder ASiC und GET ergänzen die bereits in der ACR bestehenden Kompetenzen für erneuerbare Energietechnologien. Mit neuen Impulsen ist zu rechnen, von denen vor allem jene KMU profitieren, die sich für Sonnenenergie, Biomasse, thermische Speichertechnik oder innovative Konzepte der Haustechnik interessieren.
Ausgelagerte Entwicklungsabteilungen
Als ausgelagerte Entwicklungsabteilungen unterstützen ACR-Institute jene Unternehmen, denen der Zugang zu Förderungen oder Forschungsinstituten fehlt. Kunden profitieren vom umfassenden Portfolio des Netzwerks: von der Prüfung einer ersten Idee über die Unterstützung bei Förderansuchen bis hin zu F&E-Dienstleistungen und Projektmanagement. Die gemeinnützigen Institute erbringen zudem einen nicht unwesentlichen Teil an unbezahlten Transferleistungen für KMU (Schulungen, Veranstaltungen, Publikationen, Normensitzungen Bereitstellung von Informationen) – diese unverrechenbaren Leistungen entsprechen einem Personalaufwand im Wert von rund 3, 25 Mio. EUR. Für diese nachhaltige Unterstützung der KMU erhält die ACR seit 1995 leistungsbezogene Förderungen des BMWFJ.
Auch in den kommenden Jahren wird das Netzwerk sein Hauptziel, die Steigerung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten von Unternehmen, vorantreiben. 2011 erarbeitete die ACR erstmalig einen 4-Jahres-Vertrag mit dem BMWFJ. Neben dem KMU-Fokus und zahlreichen Qualifizierungs-maßnahmen in den Instituten wird 2012 auch ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der gemeinsamen FEI-Strategie und Forschungsinfrastruktur gelegt.
Download ACR Jahresbericht 2011 (3 MB)
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