Die Qualität der österreichischen Online-Shops zu verbessern und das Vertrauen der KonsumentInnen in den E-Commerce zu steigern waren die Beweggründe, das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen 2001 ins Leben zu rufen. Entwickelt wurde das Gütezeichen auf Inititative des ACR-Instituts OIAT (Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation) in Kooperation mit der WKÖ, öffentlichen Einrichtungen sowie Konsumentenschutzorganisationen. Die Zertifizierung wird von unabhängigen Experten des OIAT durchgeführt, unterstützt wird das Gütezeichen vom bmwfj, der WKÖ sowie der Bundesarbeitskammer.
270 österreichische Online-Shops – darunter OTTO Versand, SPAR, kika und redcoon – sind aktuell mit dem Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen ausgezeichnet. Sie bieten ihren Kunden deutlich mehr Sicherheit und Kundenservice, als es die gesetzlichen Mindeststandards vorschreiben.
Seit seiner Gründung hat das Gütezeichen zu mehr Sicherheit im Online-Handel beigetragen. Trotzdem sind sowohl Online-Käufer als auch Online-Anbieter auch heute immer noch mit Problemen konfrontiert. Das bestätigt der aktuelle "E-Commerce-Vertrauensindex" (durchgeführt von meinungsraum.at unter 900 Österreichern, die bereits einmal im Internet eingekauft haben und 100 österreichischen Online-Anbietern).
89 Prozent der befragten österreichischen Internet-Käufer fühlen sich beim Online-Shopping sehr sicher bis eher sicher. Tendenz steigend: Mehr als die Hälfte bestätigt, dass Österreichs Online-Handel in den letzten drei Jahren noch sicherer geworden ist (57%) und sich die Qualität der Online-Shops verbessert hat (52%). Das Resultat: Das Einkaufen im Internet boomt. Zwei Drittel der befragten Online-Anbieter (63%) rechnen heuer mit einem höheren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.
Trotzdem treten immer noch Probleme bei den Einkäufen im Internet auf. Ein Drittel der befragten Online-Shopper (33%) hatte schon einmal Schwierigkeiten bei Einkäufen im Internet. Die häufigste Ursache: Lieferverzögerungen (57%). Jedem Dritten (34%) wurde bereits Ware geliefert, die nicht den Erwartungen entsprach. Auf Platz drei der häufigsten Probleme folgen Bestellungen, die bezahlt aber nicht geliefert wurden (28%). Schadhafte Ware (27%), überraschende Zusatzkosten (22%) und die ungewollte Verwendung persönlicher Daten (21%) sind weitere Probleme, mit denen die Österreicher beim Online-Shopping konfrontiert sind.
Fotos: De/St
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