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Gesundheitsrisiko Verpackung? Hormonaktiven Substanzen auf der Spur

In diesem 4-jährigen Forschungsprojekt untersucht das ofi die brisante Thematik von Xenohormonen in Lebensmittelkontaktmaterialien (z.b. Verpackungen).

 

Kunststoffe, Papier und Pappe, Verbundkartons und beschichtete Metalle können Xenohormone (in der Natur nicht vorkommende hormonell aktive Substanzen) enthalten, die bei Direktkontakt mit Lebensmittel oder Pharmazeutika in das Produkt wandern können. Toxikologische Studien lassen vermuten, dass diese Spurenbestandteile erhebliche Gefahren für die Gesundheit bergen: Erhöhtes Risiko von Hodenkrebs und von Mammakarzinom, Fruchtbarkeitsstörungen, Störungen der Embryonalentwicklung und des Stoffwechsels (Diabetes Typ II, Adipositas). In der Öffentlichkeit herrscht diesbezüglich Unsicherheit. Der aktuelle Wissensstand über Xenohormone in Lebensmittelkontaktmaterialien ist sehr gering, da allgemein akzeptierte Testsysteme zur Bewertung der Hormonaktivität noch fehlen.

 

Das im Herbst 2010 gestartetes Forschungsprojekt des ofi namens „Xeno“ wird Licht ins Dunkel bringen – durch die Entwicklung und Kombination von biologischen Testsystemen sowie Multimethoden zur chemischen Analyse von Xenohormonen in Lebensmittelkontaktmaterialien.

 

Neben Wissenschaftspartnern (AIT, Bundesministerium für Gesundheit, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, Central Science Laboratory York etc.) beteiligen sich auch Unternehmen aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie an „Xeno“.  Die Ergebnisse sollen die Entwicklung neuer, qualitativ hochwertiger und sichererer Verpackungslösungen anregen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der FFG-Programmlinie COIN Aufbau.

 

Kontakt:

 

DI Dr. Johannes Bergmair
Leiter Fachbereich Life Science, ofi
Tel.: +43 1 798 16 01 - 976
Mail: johannes.bergmair@ofi
www.ofi.at

 

 

Beteiligte ACR-Institute: